Wasser und Kaffee

Zum Weltwassertag haben wir zwei Zahlen für euch zum Thema Wasser und Kaffee:

  1. Ein Kilogramm Kaffee fällt mit durchschnittlich über 18.000 Litern Wasser zu Buche – industriell produziertes Rindfleisch im Vergleich mit 15.400. Der Anbau ist wasserintensiv, die Aufbereitung ebenso. Und das in Ländern, die immer stärker mit der Erderwärmung und dadurch auftretende Dürre zu kämpfen haben. Das macht den bewussten Konsum des Genussmittels Kaffee um so wichtiger. Kaffee ist kein billiges Wegwerfprodukt, sondern ein Genussmittel aus aufwändiger, landwirtschaftlicher Produktion.
  2. Wasser macht zwischen 90 und 98% des Tasseninhalts aus. Es ist das einzig benötigte Mittel zur Lösung des Kaffees, Unterschiede im Trinkwasser machen große Unterschiede im Aroma und Geschmack der Tasse aus. Probiert man zum Beispiel Kaffee mit Grazer Leitungswasser und mit gefiltertem Leitungswasser Seite an Seite, wird der Unterschied sofort deutlich. Zentral ist hier das „Wasserprofil“ – die mineralische Zusammensetzung des Wassers. Wasserchemie bestimmt, welche Stoffe sicher besser lösen und wie sich diese in der fertigen Tasse bemerkbar machen. Als kleines Heimexperiment: bereite den gleichen Kaffee mit Leitungswasser und mit Leitungswasser, in dem du eine Messerspitze Zitronensäure aufgelöst hast, zu.

Wir haben in Österreich den Luxus, uns über Wasser relativ wenig Gedanken machen zu müssen – dabei macht es den größten Teil der Tasse aus. Und zwar vom ersten Pflanzensamen an.

Photo by Kevin Canlas on Unsplash

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